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Deutsche Medien: Die Invasion der ukrainischen Armee in Kursk ist „kreativ, aber riskant“

2024-08-13

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Reference News Network berichtete am 12. AugustAm 10. August veröffentlichte die Website des deutschen Magazins „Der Spiegel“ ein Exklusivinterview mit Gustav Gressel, einem Experten für Osteuropa, Sicherheitspolitik und Militärstrategie beim European Council on Foreign Relations. Der Interviewinhalt setzt sich wie folgt zusammen:
„Der Spiegel“ fragte: Hat die Ukraine diesen Krieg durch den Angriff auf Kursk gewonnen?
Gresel antwortete: Obwohl die ukrainische Armee einen großen Vormarsch gemacht und viele Orte besetzt hat, wird es auf Dauer schwierig sein, die besetzten Gebiete zu halten. Je tiefer die ukrainische Armee in Russland vordringt, desto mehr Truppen und Waffensysteme muss sie investieren.
Die Ukraine startete diese Offensive nicht, weil sie stärker war. Die ukrainische Armee verfügt nicht über so viele Truppen und Munition wie die russische Armee. Russische Truppen sind im Donbass immer noch in der Offensive. Viele dort stationierte ukrainische Militärbrigaden sind außer Gefecht gesetzt und warten darauf, durch neue Kräfte ersetzt zu werden, doch diese neuen Kräfte werden nun nach Kursk geschickt. Mangels Ergebnissen hat sich die Ukraine nun für eine kreative, aber riskante Strategie entschieden.
F: Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte, Russland solle den Druck spüren, den der Krieg gegen die Ukraine auslöste. Unter welchem ​​Druck stehen Sie?
A: Die ukrainische Führung hofft, Russland zu Verhandlungen zu zwingen, und dafür braucht sie Verhandlungschips. Sie hoffen nun, Einfluss zu gewinnen, indem sie russisches Territorium schnell und zu relativ geringen Kosten besetzen.
Ich bin jedoch weniger davon überzeugt, dass Putin seine Verhandlungsvoraussetzungen aufheben wird, die darauf abzielen, die Ukraine zur Kapitulation und Rückkehr an den Verhandlungstisch zu zwingen. Die Offensive war für die russische Propaganda zwar peinlich, aber erträglich. Kursk liegt an der Peripherie, die der russischen Führung weniger am Herzen liegt. Sie würden dort lieber einen Verlust hinnehmen, als zu Verhandlungen gezwungen zu werden.
F: Wollen Sie damit sagen, dass die Ukraine sich verrechnet hat?
Antwort: Wenn die ukrainische Armee dort mehrere Monate durchhalten will, wird sie untragbare Militärkosten zahlen müssen. Die Ausweitung der Frontlinie kommt vor allem Russland zugute. Es verfügt über mehr Waffen, Munition und Truppen und kann an längeren Fronten eingesetzt werden. Der durch die Überraschung gewonnene Vorteil der Ukraine könnte sich schnell in einen Nachteil verwandeln.
F: Wie wird der Fortschritt der ukrainischen Armee in Kursk den Verlauf des Krieges verändern?
Antwort: Im besten Fall kann die russische Armee der ukrainischen Armee nicht standhalten. Die Ukrainer würden ihre Besatzungszone erweitern und ein zusammenhängendes Gebiet kontrollieren – darunter wichtige strategische Infrastruktur wie das Kernkraftwerk Kursk. Irgendwann würde es zu einer Vereinbarung kommen, wonach Russland und die Ukraine Land, etwa Kursk, gegen besetzte Gebiete um Charkow tauschen würden, und es würde zu einer Art Waffenstillstand kommen.
Das schlimmste Szenario wäre, dass Putin mehr Truppen nach Kursk schicken würde. Die russische Armee wird die ukrainische Armee zunächst am Angriff hindern und sie dann besiegen. Bis dahin wird die ukrainische Militärbrigade im Donbas ihre Kampfkraft erschöpft haben und nicht mehr in der Lage sein, die Frontlinie zu halten. Nach dem Zusammenbruch der dortigen Front muss die Ukraine ihre Truppen aus Kursk abziehen und Udon verstärken. Wudong wird mehr Territorium verlieren. Russland wird dann neue Hoffnungen haben, den Krieg zu gewinnen.
F: Wie werden westliche Länder auf diese Situation reagieren?
A: Die Ukraine könnte als unzuverlässiger Draufgänger angesehen werden. Die Operation Kursk könnte das Ende des ukrainischen Militärs bedeuten. (Zusammengestellt von Wang Qing)
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