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ehemaliger leitender beamter der japan financial services agency: die marktturbulenzen haben nachgelassen und die bank of japan könnte die zinssätze noch vor jahresende anheben

2024-09-09

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derzeit gehen die meisten boj-beobachter davon aus, dass die boj die zinssätze bis januar erneut anheben wird, wenn die marktinstabilität nicht erneut auftritt. in den letzten zwei wochen haben sich die verschiedenen wirtschaftsdaten japans besser entwickelt als erwartet.

ein ehemaliger hochrangiger beamter der japanischen finanzaufsichtsbehörde sagte, die bank of japan werde die zinssätze wahrscheinlich noch vor jahresende erneut anheben, da die marktturbulenzen seit anfang august keine dauerhaften auswirkungen gehabt hätten.

kürzlich sagte tomoko amaya, leitende beraterin des norinchukin research institute und ehemalige leitende beamtin der japan financial services agency: „obwohl der markt in den letzten ein oder zwei monaten einige turbulenzen erlebt hat, glaube ich nicht, dass der markt das vertrauen verloren hat.“ sie sagte, dass das wichtigste im moment nicht die höhe der aktienkurse oder das ausmaß der turbulenzen sei, sondern das maß an vertrauen in den markt.

sie ist davon überzeugt, dass die marktstabilität so weit wiederhergestellt ist, dass die bank of japan die zinssätze in diesem jahr voraussichtlich noch anheben wird und dass eine erhöhung der zinssätze den banken zugute kommen wird.

nach den marktturbulenzen im letzten monat sagte der stellvertretende gouverneur der bank of japan, shinichi uchida, dass die zentralbank die zinssätze nicht erhöhen werde, wenn die märkte instabil seien. am 23. august unterstützte der gouverneur der bank of japan, ueda kazuo, die position des stellvertretenden gouverneurs und sagte: wenn die daten zeigen, dass japans wirtschaft und preise den erwartungen der zentralbank entsprechen, wird die bank of japan die zinssätze weiter erhöhen.

derzeit gehen die meisten boj-beobachter davon aus, dass die boj die zinssätze bis januar erneut anheben wird, wenn die marktinstabilität nicht erneut auftritt.

in den letzten zwei wochen haben sich die verschiedenen wirtschaftsdaten japans besser entwickelt als erwartet. laut einer analyse von wall street insights erreichten die realeinkommen japanischer einwohner im juni zum ersten mal seit 27 monaten wieder ein positives niveau, und die inlandsnachfrage nahm im zweiten quartal zu, was der bank of japan die zuversicht gab, die zinssätze weiter anzuheben; allerdings zeigt die scherenlücke zwischen der wareninflation und der dienstleistungsinflation in japan, dass der lohnanstieg noch nicht effektiv und umfassend auf die nachfrageseite übertragen wurde.

amaya sagte, dass die japanischen banken von verbesserten gewinnmargen profitieren würden, wenn die bank of japan die zinsen anhebt. sie fügte jedoch hinzu, dass das tempo der tariferhöhungen besorgniserregender sei als das niveau selbst.

„viele banken passen sich und ihre anlageportfolios an die herausforderungen an, die zinserhöhungen mit sich bringen“, sagte amaya. „ich denke, dass es noch spielraum für zinserhöhungen gibt und sie von diesem teil der zinserhöhungen profitieren können.“

seit anfang dieses monats ist der us-dollar gegenüber dem yen weiter gefallen und liegt nun bei 143,35 yen.