US-Medien: Der Erfolg von TSMC in den USA lässt sich nur schwer wiederholen
2024-08-13
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Reference News Network berichtete am 12. AugustDie Website der New York Times veröffentlichte am 9. August einen Artikel, in dem analysiert wurde, warum TSMC Schwierigkeiten hat, den Erfolg taiwanesischer Fabriken in den Vereinigten Staaten zu wiederholen.
In dem Artikel heißt es, dass TSMC, einer der weltweit größten Hersteller von fortschrittlichen Computerchips, im Mai 2020 Pläne zum Bau einer Fabrik in einem Vorort von Phoenix, Arizona, USA, angekündigt habe. Vier Jahre später hat das Unternehmen immer noch nicht mit dem Verkauf von in Arizona hergestellten Halbleiterprodukten begonnen.
Zunächst wurde der Umzug des taiwanesischen Unternehmens nach Arizona als rundum gelungener Erfolg angesehen: Er würde die fortschrittliche Chipfertigung in den Vereinigten Staaten ankurbeln und dazu beitragen, die Produktion von TSMC zu diversifizieren und nicht mehr nur auf Taiwan zu verlassen.
„Wir erinnern uns ständig daran, dass die Tatsache, dass es uns in Taiwan gut geht, nicht bedeutet, dass wir Taiwans Praktiken hierher bringen können“, sagte Liu Qingyu, Leiter der Abteilung für Mitarbeiterkommunikation und -beziehungen des Unternehmens.
In dem Artikel wurde darauf hingewiesen, dass in jüngsten Interviews zwölf TSMC-Mitarbeiter, darunter Führungskräfte, sagten, dass kulturelle Konflikte zwischen taiwanesischen Managern und amerikanischen Arbeitern auf beiden Seiten für Frustration gesorgt hätten. TSMC ist für seine strengen Arbeitsbedingungen bekannt. Es ist nicht ungewöhnlich, mitten in der Nacht zur Arbeit gerufen zu werden, um einen Notfall zu bewältigen. In Phoenix führten diese unterschiedlichen Vorstellungen über die Arbeitsanforderungen dazu, dass einige amerikanische Mitarbeiter kündigten.
Das Unternehmen hat den Start der Fabrik verzögert und geht nun davon aus, in der ersten Hälfte des Jahres 2025 mit der Produktion von Chips in Arizona beginnen zu können.
In dem Artikel heißt es, dass das Arizona-Projekt auch politischen Bedrohungen ausgesetzt sein könnte. Der republikanische Präsidentschaftskandidat und ehemalige Präsident Trump sagte gegenüber Bloomberg Businessweek im Juni, dass Taiwan den Vereinigten Staaten die Chipindustrie weggenommen habe. Er erwähnte TSMC nicht namentlich, kritisierte jedoch die USA dafür, dass sie taiwanesische Unternehmen für die Herstellung von Chips in den USA finanzieren.
TSMC arbeitet nicht nur daran, kulturelle Unterschiede am Arbeitsplatz anzugehen, sondern bereitet sich auch darauf vor, in den kommenden Jahren Fachkräfte für sein Werk in Arizona einzustellen. Auch in Japan und Deutschland expandiert das Unternehmen und steht vor ähnlichen Herausforderungen.
Im Jahr 2021, kurz nach seinem Eintritt bei TSMC, ging Ingenieur Jefferson Paz, der gerade einen Master-Abschluss von der University of California in San Diego erhalten hatte, für eine 18-monatige Ausbildung nach Tainan.
Zurück in Arizona wurden die Mitarbeiter gebeten, außerhalb ihrer Pflichten zu arbeiten, da das Werk mit dem Bau in Verzug geriet, sagte Paz. Dieser Ansatz kam nicht bei allen gut an.
TSMC sieht sich auch in Arizona mit der Konkurrenz um Arbeitskräfte konfrontiert. Auch andere Unternehmen in der Region suchen dringend Fachkräfte, um ihre Produktion zu steigern. Der US-Chipriese Intel baut seine Fabrik in der Region aus.